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Thursday, 27 April 2017
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Biographie PDF Print E-mail
Name: 

Geboren:

Geburtsort:

Wohnort:
Franziska Gude

19.03.1976    

Göttingen

Köln
 
Beruf:
Diplomsportlehrerin, Studienrätin Englisch, Spanisch und Sport
 
Hobbies:
Ski fahren, Wandern, Reisen, Spielen
 
Verein:
KTHC Stadion Rot-Weiss Köln e.V.
 
Position:
Mittelfeld/Abwehr
 
Länderspiele:
168 (Stand 02/2008)
 
Länderspieltore:
26 (Stand: 08/2004)
 
                      


LEBENSLAUF

Frühere Sportaren: 
Turnen, Schwimmen, Fechten, Fußball, Lacrosse, Basketball

Wie zum Hockey gekommen?

Torschuss-Aktion des HC Göttingen auf dem Altstadtfest in Göttingen 
Und wann?
Mit 8 Jahren
Vereine:

HC Göttingen (bis  1995), DHC Hannover (Feld 95), RW Köln, Sardinero HC (Santander, Spanien) (2000/01)
Schulen:

Hermann-Nohl-Grundschule (1982-86), Jahnschule ( 1986-1988), Felix-Klein-Gymnasium (1988-1995), Glen Burnie High School Maryland, USA (1992-1993)
Universitäten:
Deutsche Sporthochschule Köln (1995-2002), Universidad Menendez Pelayo Santander (WS 00/01), Universität zu Köln (1995-2005)

 Sonstiges: Schulsprecherin 1993-94
  
 Bisherige Trainer: Hans Rochlitz, Jens Gebhardt, Nico Stankewitz, Ulf Cario, Wolfgang Kluth. DHB-Trainer: Heino Knuf, Berti Rauth, Peter Lemmen, Markus Weise

PERSONENPORTRAIT ATHEN

Franziska Gude – Der Kaiser träumt vom Halbfinale


Spiele-Freak mit großem Kämpferherz

Franziska Gude ist die einzige „amtierende Olympiasiegerin“ im deutschen Team. Allerdings nicht im Hockey, sondern im Kniffeln. Diesen inoffiziellen Titel holte sich der leidenschaftliche Spiele-Fan in zahlreichen Duellen gegen Zimmerpartnerin Julia Zwehl während der Lehrgänge und Turniere in den beiden vergangenen Jahren. „Da haben wir uns schon einige heiße Matches geliefert. Zorro (Julia Zwehl) und ich sind dann beide fast so ehrgeizig, als wenn es um eine olympische Medaille gehen würde“, lacht Franziska.


Beim Stichwort Olympia gerät die laufstarke Mittelfeldakteurin von Rot-Weiss Köln auch gleich so richtig ins Schwärmen: „Die Spiele in Sydney waren schon ein absoluter Höhepunkt in meinem Leben. Auch Athen wird sicher ein einmaliges Event, bei dem wir sportlich viel mehr erreichen können, als uns die meisten zutrauen. Ich träume jedenfalls vom Halbfinale.“ Aus ihren Worten spricht der Ehrgeiz und das Kämpferherz einer Sportlerin, die in den vergangenen Jahren einige Rückschläge zu verkraften hatte.
Gleich zwei Mal ist Franziska bereits durch ihr Englisch-Examen gerasselt. Viele hätten vielleicht schon aufgegeben. Für die 28-jährige, die im September 2002 den ersten Teil ihres Lehramts-Studiums an der Sporthochschule Köln mit der Note 1,6 als Diplom-Sportlehrerin abschloss, kommt das nicht in Frage. „Jetzt will ich es mir erst recht beweisen. Das ist ähnlich wie beim Sport. Auch da muss man nach Niederlagen immer wieder aufstehen“, erklärt sie ihr Motto. Neben dem Englisch-Examen steht im nächsten Jahr auch noch der Abschluss in Spanisch auf dem Programm.
Überhaupt ist Franziska ein großer Sprachen-Fan, hat ein Faible für exotische Länder und Lebensarten. „Nur wenn man die Sprache versteht und spricht, kann man auch in die Mentalität und Kultur fremder Länder eintauchen“, begründet sie. Ihre Spanischkenntnisse hat die gebürtige Göttingerin, die seit neun Jahren für Rot-Weiss Köln in der Bundesliga spielt, bereits bei mehreren Südamerika-Reisen der Nationalmannschaft unter Beweis gestellt. Dort hat sie als Kapitänin des Teams auch schon mal zur Verblüffung und Begeisterung der Gastgeber auf Empfängen Dankesreden gehalten.
Dass sie das Team mittlerweile nicht mehr als Mannschaftsführerin aufs Feld führen darf, hat die 152-fache Internationale inzwischen akzeptiert. Doch auch ohne die Binde gehört Franziska zu den angesehensten Spielerinnen im Team. Ihr unermüdlicher Einsatz im Mittelfeld macht sie zu einer kaum zu ersetzenden Stütze. „Franzi bringt sich mit ihrer Laufstärke immer ins Spiel ein und gibt vor allem dann wichtige Kommandos, wenn es mal nicht so läuft“, lobt Bundestrainer Markus Weise seinen „Motor“.
Die beschriebene Spielweise widerspricht allerdings ganz deutlich ihrem Spitznamen: Im Nationalteam wird sie nur „Kaiser“ genannt. „Da bezieht sich aber weniger auf das elegante, fast körperlose Spiel von Kaiser Franz. Der Name ist irgendwie über die Stationen Franzi und Franz entstanden. Irgendwann hat Caro Casaretto mich dann nur noch Kaiser genannt, jetzt sagen es alle“, klärt die Hallen-Weltmeisterin von 2003 auf. Ganz entscheidend für das Sportverständnis des „Kaisers“ ist die Tatsache, dass Hockeyspiele nicht mit dem Schlusspfiff aufhören. „Die gemeinsame Entspannung nach dem Match, den Gegner kennen zu lernen, seine Art verstehen zu lernen, das macht viel aus.“
Über den Tellerrand hat Franzi schon mit 16 Jahren geschaut. Da ging sie ein Jahr im US-Bundesstaat Maryland in der Nähe von Baltimore zur Schule, spielte dort Fußball und Basketball in der Schulmannschaft. Ihr Sporttalent brachte ihr sogar ein Stipendiumsangebot. Als Lacrosse-Spielerin hatte sie den Scouts so gut gefallen, dass sie die kleine, drahtige Deutsche gern in den Staaten behalten hätten. Wenn sie die Wahl hätte, würde sie aber eher in Spanien oder Südamerika leben. Nach Olympia 2000 machte sie bereits einen viermonatigen Sprachkurs in Santander. Ihr Sporttalent öffnet Franzi da so manche Türen. Als sie als Kind nach der ersten Balettstunde Mutter Erika (übrigens auch Lehrerin von Beruf) stolz verkündet hatte, dass sie viel schneller als alle anderen gewesen sei, stand fest, dass es für sie ein dynamischer Sport, möglichst mit Ball, sein sollte.





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